Auslandsaktien: KI-Diskussion geht weiter

Viele Fans für SK Hynix & Co

Am Markt herrscht noch viel Optimismus bezüglich der KI-Werte. Goldman Sachs hat gerade die Kaufempfehlung für SK Hynix bekräftigt mit einem Kursziel von 3.500.000 koreanischen Won (KRW), weit über den aktuell 1.862.000 KRW. Die anhaltende Knappheit moderner KI-Speicherchips verschaffe dem Unternehmen weiterhin kräftigen Rückenwind, heißt es. Damit steht Goldman nicht allein: Fast alle Analyse-Teams trauen SK Hynix noch viel höhere Kurse zu. Von insgesamt 49 empfehlen 46 die Aktie zum Kauf, wie das Aktienanalyse-Tool aktien.guide zeigt. Durchschnittliches Kursziel: 3.111.000 KRW. Ähnlich sieht es bei Nvidia aus: Von insgesamt 69 Beurteilungen sind 65 Kaufempfehlungen. Hier liegt das durchschnittliche Kursziel bei 306 US-Dollar (aktuell 197 US-Dollar). Bei Micron raten von 58 Analysehäusern 53 zum Einstieg. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 1.555,50 US-Dollar (aktuell 930 US-Dollar). 

„Von Auf und Abs der KI-Story nicht verunsichern lassen“

„Entscheidend wird, ob KI den Sprung vom großen Versprechen zu messbaren Produktivitätsgewinnen schafft“, meint Maximilian Wienke von der Trading-Plattform eToro. Er verweist auf Zahlen des IWF, denen zufolge KI die Produktivität in Europa über fünf Jahre um rund 1,1 Prozent steigern könnte. „Das wäre eher ein schrittweiser als ein großer kurzfristiger Effekt und zeigt, dass die wirtschaftliche Nutzung von KI möglicherweise mehr Zeit braucht.“ Zudem seien die hohen Zinsen ein Belastungsfaktor, ebenso die hohen Energiekosten. Als optimistisches Szenario sieht er eine Kombination aus klarer Regulierung, sinkenden Ölpreisen und Anleiherenditen sowie messbaren KI-Produktivitätsgewinnen. Im Risikoszenario verzögere strengere Regulierung die Entwicklung neuer Modelle, während Inflation und Renditen hoch blieben. „Anleger sollten sich jedoch von den Auf und Abs der KI-Story nicht verunsichern lassen, sondern genau hinschauen, welche Unternehmen langfristig überzeugen.“

Zhongji InnoLight: Nach IPO gute Entwicklung

Steubing-Händler Richter lenkt den Blick auf weniger bekannte Werte, konkret Zhongji InnoLight und ASBISc. „Die Ende Juli in Hongkong gestartete H-Aktie von Zhongji InnoLight hat seit ihrem Börsendebüt deutlich zulegen können und zählt zu den Profiteuren des aktuellen KI-Infrastrukturbooms“, erklärt er. Zhongji InnoLight ist ein chinesischer Hersteller von Hochgeschwindigkeits-Optikmodulen und optischen Verbindungslösungen für Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur. „Insbesondere der massive Ausbau von KI-Rechenzentren erhöht den Bedarf an Produkten der Lasertechnologie und sorgt damit für eine starke Nachfrage.“ Die Aktie ist seit dem Listing auch an der Deutschen Börse Frankfurt handelbar (CNE100007SR6).

ASBISc mit Kursverfünffachung

Zu den großen Gewinnern des laufenden Jahres gehöre auch ASBISc Enterprises (CY1000031710). Das in Zypern ansässige Unternehmen ist ein führender IT-Distributor in Europa, dem Nahen Osten und Afrika und vertreibt unter anderem Server, Speicherlösungen und Komponenten von Herstellern wie NVIDIA, AMD, Intel, Micron und Supermicro. „ASBISc profitiert aktuell stark vom Ausbau von KI-Rechenzentren und der entsprechend hohen Nachfrage nach Server-, Storage- und Datacenter-Infrastruktur“, erläutert Richter. Der Kurs hat sich seit Jahresanfang mehr als verfünffacht auf aktuell knapp 40 Euro.

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