Anleihen: Frankreich weiter unter Druck

Fed und EZB dürften zunächst abwarten
Die hohen Energiepreise und die zunehmenden Spannungen am Staatsanleihemarkt erschweren den Notenbanken die nächsten Entscheidungen. Am kommenden Mittwoch (28. Oktober) entscheidet die US-Notenbank Fed über ihre Leitzinsen, einen Tag später folgt die Europäische Zentralbank (EZB). Robert Greil von Merck Finck erwartet zunächst keine weiteren Zinsschritte. „Wir rechnen kommende Woche sowohl bei der Fed als auch bei der EZB mit keiner Zinsänderung, halten je eine weitere Erhöhung im Dezember allerdings weiter für wahrscheinlich“, erklärt der Chefstratege. In den USA spreche die anhaltend hohe Inflation eigentlich für eine Zinserhöhung. Angesichts der nur sechs Tage später anstehenden Zwischenwahlen dürfte sich die Fed jedoch zurückhalten.
Wie unterschiedlich die weitere Zinsentwicklung eingeschätzt wird, zeigt eine aktuelle Bloomberg-Umfrage. Die Mehrheit der befragten Ökonomen erwartet, dass die EZB den Einlagensatz im Dezember ein letztes Mal in diesem Zyklus um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent anhebt. An den Märkten werden hingegen für das kommende Jahr noch drei weitere Zinserhöhungen eingepreist.
Telekom- und Fresenius-Anleihen rege gehandelt
Im Handel mit Unternehmensanleihen meldet Antacido hohe Umsätze in einer bis 2034 laufenden Schuldverschreibung der Deutschen Telekom (XS2024716099) mit einer Rendite von 3,9 Prozent. Gesucht waren außerdem Anleihen von L’Oréal (FR0014014A46) und der Volkswagen Bank (XS2617456582).
Oechsner nennt weitere rege gehandelte Unternehmensanleihen. Dazu zählt er eine bis 2031 laufende Schuldverschreibung von Fresenius (XS3435668325), die aktuell mit 4,1 Prozent rentiert.
Auf dem gleichen Renditeniveau liegt eine 2027 fällige Anleihe von Fraport (XS2198879145). Häufig gehandelt wurde zudem ein Bond von E.ON (XS2673536541) mit einer Laufzeit bis 2029 und einer Rendite von 3,5 Prozent.
Die Zeichnung der neuen Katjesgreenfood-Anleihe (NO0013759555) ist mittlerweile beendet. Das bis 2031 laufende Papier mit einem Kupon von 8,0 Prozent wird seit dem 20. Oktober per Erscheinen gehandelt und wurde bereits mehrfach gekauft.

