OECD-Studie: Fast jede fünfte Lehrkraft in Deutschland ist unvollständig qualifiziert

Etwa die Hälfte der ausgebildeten Lehrkräfte arbeite in Deutschland später in anderen Bereichen als in der Schule, so Schleicher. Er warb dafür, weniger Lehramtsstudierende zuzulassen, diese aber besser auszubilden, sodass sie auch in den Beruf einsteigen und bleiben wollen. Zudem müssten Arbeitsbedingungen besser werden, um die besten Arbeitskräfte anzuziehen.

Als Stellschraube nannte Schleicher etwa die Klassengröße: Wenn Klassen mit mehr Schülern besetzt seien, hätten Lehrkräfte mehr Zeit für andere Dinge als Unterrichtsstunden. Dazu gehörten etwa die Vor- und Nachbereitung, das Arbeiten mit Kollegen oder die Unterstützung und Beratung der Schüler. Derzeit würden Lehrkräfte in Deutschland zu viel ihrer Arbeitszeit allein im Klassenzimmer oder zu Hause sitzen, so Schleicher. Das sei auch ein Grund, warum der Beruf wenig beliebt sei.

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