ETFs: Tausch von Technologie in weltweite Aktien

Auch am ETF-Markt steigt die Skepsis gegenüber KI. Viele nehmen Gewinne aus Tech-Aktien mit und streuen breiter. Der erneute Ölpreisanstieg sorgt für viel Umsatz mit Öl-ETCs. 

15. September 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Neu aufgeflammte KI-Sorgen und der nochmals höhere Ölpreis bestimmen den ETF-Handel. Insgesamt überwiegen zwar die Käufe, wie Frank Mohr von der Société Générale berichtet. „Nasdaq-ETFs werden aber eindeutig verkauft.“ 

Die Chefs wichtiger KI-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI hatten eindringlich vor den Risiken von KI gewarnt und eine Verlangsamung der Entwicklung eingefordert. Am ETF-Markt ist die Skepsis gegenüber KI schon spürbar: „Wir sehen einen Switch von Tech- in die breiter streuenden globalen Indizes“, berichtet Mohr. Nasdaq-Tracker würden kräftig verkauft. „Offenbar traut man dem Thema KI nicht mehr.“ 

Gewinnmitnahmen und breite Streuung 

Gekauft werden Mohr zufolge dafür MSCI World-Tracker, etwa von iShares und Xtrackers oder der Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80) sowie der neue Vanguard FTSE Global All-Cap (IE000VAHT5T0). Der Letztere bietet Zugang zu Unternehmen mit hoher, mittlerer und geringer Marktkapitalisierung aus Industrie- und Schwellenländern weltweit, die Gesamtkostenquote liegt nur bei 0,07 Prozent. Für den extrem beliebten Vanguard FTSE All-World hatte Vanguard die Kosten kürzlich von 0,19 auf 0,14 Prozent gesenkt.

Auch US-Aktien stehen bei der Société Générale-Kundschaft auf den Einkaufslisten, etwa der SPDR S&P 500 (IE000XZSV718). Europäische Aktien würden ebenfalls mehr ge- als verkauft, spielten aber keine so große Rolle. „Deutsche Aktien machen nur 4 Prozent der Umsätze von Aktien-ETFs aus“, ergänzt Mohr. Beliebt hier: DAX-Tracker von iShares (DE0005933931) oder Xtrackers (LU0274211480), aber auch ShortDAX-ETFs, mit denen auf Kursverluste gesetzt wird. 

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