Warum entscheidet sich ein Mensch für den assistierten Suizid?
Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2020 ist die organisierte Hilfe beim Suizid in Deutschland nicht mehr strafbar. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, das Angebot anzunehmen. Wir haben mit einer von ihnen gesprochen.
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Die 70-jährige Maria ist schwer krank und hat einen letzten Wunsch. Sie will sterben. Denn: Maria hat keine Angst vor dem Tod, sie hat Angst vor dem Verlust ihrer Selbstbestimmung. Und deshalb entscheidet sie sich für einen Weg, von dem viele gar nicht wissen, dass er in Deutschland legal ist: den assistierten Suizid. Als wir Maria kennenlernen, hat sie noch zwei Tage zu leben.
Unterstützt wird Maria dabei von dem Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns, einem der wenigen Ärzte in Deutschland, die Menschen auf diesem Weg begleiten und darüber auch öffentlich sprechen. Doch seine Arbeit ist nicht ohne Risiko. Sechs Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts fehlt noch immer eine umfassende gesetzliche Regelung zur Suizidhilfe in Deutschland.
Hören Sie Folge 1 hier direkt an:
Was muss passieren, damit ein Mensch sich für den assistierten Suizid entscheidet? Und was hat die Angst vor unwürdigem Sterben damit zu tun? Darum geht es in der ersten Folge von „Warum hast du keine Angst vor dem Tod?“
Hier finden Sie alle Begleitinformationen zum Podcast „Warum hast du keine Angst vor dem Tod?“. Unter anderem ein Video-Q&A mit einem Palliativmediziner und einen Artikel zur Frage, wie Nahtoderfahrungen im Gehirn entstehen könnten.
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Haben Sie suizidale Gedanken oder sorgen Sie sich um einen Angehörigen oder Bekannten? Hilfe bietet die Telefonseelsorge mit anonymer Beratung unter 0800/1110111 (evangelisch) und 0800/1110222 (katholisch). Wissen, Selbsttests und Adressen finden Sie hier oder hier.
Hilfsangebote für Betroffene:
Kostenlose Hotlines: 116 123
Weitere Angebote finden Sie hier: www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote

