Deutschland: Fast jeder zweite Schüler schläft laut DAK schlecht


Die Schlafprobleme haben in den vergangenen Jahren laut Vergleichsdaten zugenommen: Im Schuljahr 2019/2020 klagten 36 Prozent darüber, im vergangenen Schuljahr bereits 46 Prozent. Von Erschöpfung sprachen vor drei Jahren 52 Prozent, heute sind es 69 Prozent.
Der Präsident des Verbands der Kinder- und Jugendärzte, Michael Hubmann, sieht eine mögliche Erklärung in einer übermäßigen Mediennutzung. »Kinder und Jugendliche, die bis spät in den Abend soziale Medien nutzen oder, algorithmisch getriggert, aufwühlende Videos konsumieren, werden vom gesunden Schlaf abgehalten«, erklärte Hubmann.
In der diese Woche veröffentlichten Pisa-Studie 2025 hatten Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schwach abgeschnitten wie nie zuvor. Getestet wurden rund 6700 15-Jährige vorwiegend auf Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Auch die Bundesschülerkonferenz hatte auf Faktoren wie Leistungsdruck, Mobbing und soziale Medien und fehlendes Wohlbefinden in der Schule hingewiesen.

