Vor 37 Jahren lief “Mr. Bean” in fast 200 (!) Ländern – nur in einem nicht: Rowan Atkinson verhinderte die Ausstrahlung höchstpersönlich!

In den Neunzigern entwickelte sich die Comedy-Serie „Mr. Bean“ zu einem weltweiten Erfolg. In Italien musste man sich allerdings lange gedulden, bis das Format auch dort ausgestrahlt wurde. Schuld daran war ausgerechnet Rowan Atkinson selbst.

Ein brauner Tweed-Anzug, ein weißes Hemd, eine rote Krawatte, eine herrlich überzogene Mimik, eine selbstbezogene und chaotische Art sowie ein kleiner Teddybär als ständiger Begleiter – mehr brauchte es nicht, um eine Figur zu kreieren, die bis heute Kultstatus genießt. Das bewies der britische Komiker Rowan Atkinson Ende der 1980er-Jahre mit „Mr. Bean“.
Das Besondere an Mr. Bean: Die Figur kommt nahezu vollständig ohne Sprache aus. Das machte es natürlich besonders einfach, das Format auch international zu vermarkten. Während zwischen 1989 und 1995 allein in Großbritannien bis zu 18 Millionen Menschen pro Episode vor den Fernsehern saßen, wurde die Serie später in fast 200 Länder verkauft. Doch tatsächlich gab es eine Zeit lang ein europäisches Land, in dem „Mr. Bean“ nicht zu sehen war. Und ausgerechnet Rowan Atkinson selbst war dafür verantwortlich!
“Niemand hatte auch nur die geringste Ahnung, wer ich war”
Im Rahmen der Graham Norton Show kam der Komiker 2025 mit dem Moderator auf seine Comedy-Hit-Serie zu sprechen. Norton wollte dabei unter anderem wissen, ob es ein Land gebe, in dem „Mr. Bean“ nicht veröffentlicht worden sei. Daraufhin verriet Atkinson, dass er in den frühen 1990er-Jahren tatsächlich „eine Chance sah, die Ausstrahlung von ‚Mr. Bean‘ in Italien zu verhindern.“
Damals wurde die Serie ausschließlich im Fernsehen ausgestrahlt. Soziale Medien und die rasante Verbreitung von Inhalten über das Internet gab es schließlich noch nicht. Atkinson hatte daher eine gewisse Kontrolle darüber, in welchen Ländern seine Comedy-Reihe gezeigt werden durfte. Und so kam es, dass „Mr. Bean“ laut dem Schauspieler „mehrere Jahre lang weltweit gezeigt [wurde], außer in Italien“.
Der Grund dafür war denkbar einfach, wie Atkinson anschließend erklärte: „Einfach nur, weil ich in Italien Urlaub machen wollte.“ Er führte weiter aus: „Ich mochte Italien und wollte dort Urlaub machen, ohne dass mich jemand erkennt. Das hat wirklich gut geklappt, und niemand hatte auch nur die geringste Ahnung, wer ich war!“
Allerdings hielt dieser Zustand nicht ewig an. Als 1997 mit „Bean – Der ultimative Katastrophenfilm“ der erste Kinofilm rund um den tollpatschigen Engländer erschien, wollte man diesen natürlich auf möglichst vielen Leinwänden weltweit zeigen – und dazu gehörte selbstverständlich auch Italien. Damit fand schließlich auch die Serienvorlage ihren Weg ins Land.
Graham Norton hielt im Gespräch deshalb treffend fest, dass es für den „Johnny English“-Star mittlerweile wohl keinen Ort mehr gebe, an dem er ungestört Urlaub machen könne. Atkinson konnte nur noch zustimmen.
Übrigens: Welche weniger schmeichelhaften Worte Rowan Atkinson selbst über seine wohl berühmteste Figur verloren hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

